Samstag, 28. Dezember 2013

Darf es etwas für Zwerge sein?

Halli hallo,

nach langer Zeit melde ich mich  zurück. Ich muss wenigstens noch einmal in diesem Jahr einen Blogeintrag machen. Ich  war in der letzten Zeit aber nicht untätig, sondern hab gefühlte hundert Dinge genäht. Neben Stoffkörbchen, Platzsets, Tischdecken auch Kleider, Shirts und Hosen für die lieben Kinderlein. Nach einem weiteren von unzähligen Momenten der Schwäche in unserem Stoffladen, habe ich mir meine erste Schnittmusterpackung gekauft. Die Zwergenverpackung Volume 2  von farbenmix. de.
 

Ich habe von dieser Schnittmusterpackung bereits die Elfentunika in der Zwillingsausführung in Größe 62 /68 , die Knuffelhose, und zwei der Frechdachsshirts in der Größe 74/80 genäht. Der Kuschelanzug ist noch in Arbeit ;). Die Packung enthält Schnittmuster für 6 Teile und kostet um die 8.50 Euro. . Man kann die Teile super variieren. So kann man aus dem Bolerojäckchen "Purzelchen" auch super eine Wickeljacke machen. Sowie aus dem Kuschelanzug eine seperate Jacke nähen, indem man das Unterteil einfac weglässt. Die Tunika kann als Oberteil, aber auch als Kleid verwendet werden. Es lohnt sich also in jedem Fall sich diese Packung zuzulegen, wenn man kleine Monster bis Größe 92 zu Hause hat.
Ich habe mich zum Glück sehr schnell orientieren können, da die Musterpackung sehr einfach gehalten ist, ohne viel Schnick Schnack. Man erhält eine gute Überblick über die benötigten Materialien, die - wie ich finde- auch relativ einfach zu beschaffen sind. Die Formen der Kleider sind zwar außergewöhnlich, allerdings sind es die Schnittteile keinesfalls. Auch ich als Nähanfänger war in der Lage schnell zu schönen Einzelstücken zu gelangen, ohne vermehrt meinen Freund den Nahttrenner zu nutzen ;). Von den Ergebnissen bin ich begeistert. Für meinen Kleinen habe ich diese wirklich wunderschönen Shirts gemacht. Ich persönlich mag die Oberteile, die es für Jungs zu kaufen gibt nicht so sehr, da sie mir oft schon zu erwachsen wirken. Deshalb bin ich da ganz froh, dass man sich doch relativ einfach selber kreativ betätigen kann und den kleinen Jungs auch etwas altersgerechtes schneidern kann. Hier die Ergebnisse der Shirts und der Wendehose.
 


Die Stoffe und Webbänder habe ich  aus dem Nautistore, dem lokalen Stoffladen. Der Bio-Interlookjersey Elefanten - braun fiel mir sofort ins Auge und ich brauchte etwas, was sich davon abhebt, jedoch nicht allzu unruhig ist, da ich mich mustertechnisch doch noch nicht so viel getraut habe, fiel meine Wahl auf einen grau- weißen Ringeljersey. Am Hals und an  den Armen habe ich dann noch einen schmalen Streifen türkisfarbenen Bündchenstoff angebracht, damit das Ganze einen runden Abschluss hat. Ich finde das immer schöner als einfach nur die  Enden umzunähen. Auf die Vorderseite habe ich dann noch eine für Hoodies typische Tasche angebracht. Da kann man super mal ein Taschentuch rein stecken oder die Schnullerkette anbringen.

Beim 2. Oberteil war ich dann schon etwas experimentierfreudiger.  Der Stretch Sweat von Hamburger Liebe mit dem klasse Sternchenmuster und der Biobaumwolljersey von Lillestoff "RhinoBoy" passen so wunderbar zusammen, dass ich sie gleich nochmal in Form einer Mütze zusammen brachte. Auch hier habe ich wieder Bündchen angebracht und hier habe ich es nicht vergessen- das kleine Webbändchen -  einmal an der Schulter und ein zweites Mal  an der Seite des Oberteils. Als Abschluss für Ärmel, Halsausschnitt und Shirtunterkante habe ich dehnbare Schrägbänder entdeckt. Sie lassen sich sehr einfach verarbeiten und man kann sie beidseitig verwenden. Von der einen Seite sind sie matt und von der anderen glänzend. Es wird nur einmal umgeklappt, festgesteckt und einmal mit dem Zick- Zackstich festegenäht. Es ist einfach hervorragend geeignet für dehnbare Stoffe wie Jersey.


Bei den Oberteilen empfehle ich unbedingt immer Stoffe und Muster zu mixen. Der Hersteller der Verpackung heißt ja nicht umsonst Farbenmix ;). Dann kann man sich sicher sein, dass man in jedem Fall etwas individuelles hat und Mustermix in der Form wirkt auch immer etwas kindlich. Genau das will ich für meine Kinder  : ) .

Die Wendehose war schon etwas tricky, aber die zweite wird mir sicherleich einfacher von Hand gehen.Das Problem liegt sicher in der Wendbarkeit. Da man sehen muss, wie man die Teile zusammennäht. Wenn man dicken Stoff hat und nur einseitig näht, dann geht das Ganze sicherlich ohne weitere Komplikationen von statten.Da ich aber gleich wieder beide meiner schönen Stoffe (Elefanten- braun, Vincente Wolken- blau) verarbeiten wollte mussten meine Nerven während des Zusammennähens etwas leiden :) Letztlich bin ich aber doch ganz froh darüber, denn kleine Jungs sehen einfach nur goldig aus in diesen Hosen.


Fazit: Gerade wenn man Einsteiger ist und kleine Kinder zum benähen hat - egal ob Jungen oder Mädchen- dann ist diese Schnittmusterpackung ein Muss! Während des Nähens fallen einem für das potenzielle nächste Teil immer wieder neue Variationen ein. Das Schöne ist, dass diese Schnittmuster der Kreativität keineswegs im Weg stehen.

Dienstag, 12. November 2013

Loopidi-Loop! Mit Anleitungsversuch ;)

Während meines Urlaubs konnte ich es mir nicht nehmen lassen meine Nähmaschine mitzunehmen. Besonders, da ich mir vorher noch einige neue Stoffe im hiesigen Stoffladen gekauft habe und sie uuuuunbedingt verarbeiten wollte. Im Urlaub habe ich das Loop nähen entdeckt und mal eben innerhalbweniger Stunden 4 dieser tollen Teile für die ganze Familie gezaubert. Auch hier habe ich wieder ein Webband eingearbeitet. Ich finde einfach, dass dieses ein unifarbenes Stück Stoff enorm aufwertet.  Wichtig: vor dem zusammennähen, das Webband auf den zugeschnittenen Stoff nähen. Und erst dann die beiden Teile zusammenstecken. Der Loop ist für ein drei jähriges Mädchen und hat ein Maß von 98 cm x 18 cm ( plus jeweils 1cm Nahtzugabe -> 100 cm x 20 cm )


In Rostock habe ich einen Stoffladen entdeckt, der mir kleine Herzchen in die Augen zauberte -  Mira! Mann und Kinder wurden in der Spielecke abgestellt und ich konnte mich in Ruhe dem Sortiment hingeben. Die Auswahl ist Wahnsinn und das Beste ist, man kann sogar seine Lieblingssachen zu super Konditionen bestellen und bekommt diese dann ganz bequem nach Hause geliefert. Auch hier habe ich natürlich wieder zugeschlagen und mir just in diesem Moment einen Loop gemacht. Aus Kuschelfleece und einem wunderbaren Jersey-Vogelstoff ( Ich versuche mich dem Eulenwahn zu entziehen ;) )


Ich habe eine Maße von 138 cm x 33 cm gewählt ( plus ein Zentimeter Nahtzugabe -> 140 cm x 35 cm ). Der Vorteil hier ist, das man das ganze auch super bei Sturm und Regen kaputzenartig über den Kopf ziehen kann. Und man hat es immer kuschelig warm. Auch vom Wickeln her, ist der Loop sehr variabel. Daher mein Tip: Immer 2 verschiedene Stoffarten verwenden: Muster + Uni; Uni Farbe1 +  Uni Farbe 2, oder was auch Super ist: Patchworkloop aus T-Shirtresten - Einfach mal alles ausprobieren und sich was trauen.

Eine kleine (hoffentlich verständliche) Anleitung:

1. Stoffbahnen nach Maß zuschneiden 
1a bei Webbändern: Diese auf den Stoff jeweils am linken und rechten Rand festnähen
1b bei Patchwork: Die Stoffreste zusammennähen und anschließend nach Maß zuschneiden
2. Stoffbahnen rechts auf rechts ( schöne Seite des Stoffes A  auf schöne Seite des Stoffes B) feststecken und die jeweils langen Seiten zusammennähen, sodass ein Schlauch entsteht (Geradstich)
3. Die rechte kurze Seite nach innen stülpen, sodass die Stoffe gleicher Art wieder rechts auf rechts liegen - der Loop ist jetzt quasi halbiert
3. Die offenen Enden nun zusammenstecken und rundherum zusammennähen - bis auf 7-10 Zentimetern. Diese zum Wenden offen lassen.
4. Die "schöne Seiten" nun durch die Öffnung hervorholen und den Loop entfalten
5. Die Öffnung dann umgeklappt zusammenstecken  und knappkantig ( max. 1-2 mm) mit Garn in Stofffarbe absteppen und zunähen FERTIG

Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich. Und würde mich freuen das, wenn ihr es ausprobiert mir ein Feedback geben würdet.

Bis dahin: Ab an die Nähmaschine(n)!


















Sonntag, 27. Oktober 2013

Kalinka, kalinka....ähm Matrioschka, Matrioschka!

Dies ist die Geschichte von meinen ersten richtigen Kleidungsstücken, mit und ohne vorhandenem Schnittmuster. Der Rock ist eine abgewandelte Form von dem Tellerrock von Burdastyle. Die dazu passende Weste habe ich selbst 'entworfen' ( Das klingt so übertrieben -_-)

Beim Rock war das Problem, dass ich gar keine Ahnung von Schnittmustern und Nähfachbegriffen hatte und auch noch lange nicht wirklich habe, Also musste ich mich ausprobieren. Der schwere Baumwollstoff  war auch eher semioptimal. Er fällt zwar schön, allerdings muss man bei den Abmessungen doch ein zwei Nummern größer wählen, als angegeben. Die Raffung hätte ich hier gar nicht mehr hinbekommen. Also musste ich improvisieren und habe einfach einen Wickelrock daraus gemacht. Sieht - finde ich-  auch sehr schön aus


Den Rock werde ich nach der Anleitung auf jeden Fall nochmal probieren und einen etwas leichteren Stoff verwenden. Die Raffung unterhalb des Bundes und der Reißverschluss an der Seite will ich unbedingt nochmal umsetzen können.

Passend dazu musste jetzt noch ein Oberteil her. Für Longsleves oder ähnliches fühlte ich mich noch nicht bereit, also überlegte ich mir ein Schnittmuster für eine Weste, nahm die Maße von einem bereits vorhandenen Oberteil (Rückenlänge, Armlöcher, Kragenweite) und übertrug sie auf die Weste. Ratzfatz waren die Teile aufgezeichnet, ausgeschnitten und an den Stoff zum Ausschneiden geheftet.





Während des Nähens fiel mir noch ein, dass es ganz schön wäre, Herzchentaschen aus dem grauen Vlies anzubringen. Dann würde sich der Stoff vom Innenfutter nochmal an der Außenseite wiederfinden. Ich habe die Herzchen mit rosa Garn im Zickzackstich umrandet und so auch festgenäht. Auch das Annähen des Knopfes war eine Spontanentscheidung.



Mir fiel auf, dass während der Arbeit am Objekt,  mir immer wieder neue Gedanken und Ideen in den Kopf springen, die ich dann noch hoffe Umsetzen zu können, was gar nicht so einfach ist, da man ja beim Nähen doch bestimmte Reihenfolgen einhalten muss. Aber hier hat es ja zum Glück geklappt. ;)

Vom Läufer zum Tischset

Ich hatte mir ein 1-Kilopaket Tischstoffe bestellt, mit dem Vorsatz mir einen Tischläufer zu nähen. Dann fand ich allerdings ein schönes Video der Nähschule Altona über Tischsets und war sofort begeistert. Auch hier kann man sich richtig austoben. Mich als Bügelmuffel störte die Verwendung des Bügeleisens sehr und ich hatte gehofft vielleicht ohne dieses davon zu kommen, aber leider stellte sich heraus, dass es zum Nähen von diesem Tischset doch enorm wichtig ist. Denn je genauer man die Kanten "vorsäumt", umso schöner werden die Ecken. Also musste ich es doch entstauben.


Am schönsten finde ich diese Ecken. Sie bilden einen richtigen Rahmen für das Tischset und lassen das Ganze rundum perfekt wirken. Ich habe für mich gemerkt, dass ich total gerne Materialien mixe. So habe ich hier Baumwolle mit Leinen gekreuzt und finde die Zusammenstellung ganz super. Probiert euch einfach mal aus. Das experimentieren lohnt sich und zur Not gibt es ja noch den Nahttrenner :P

Inaaaaa!

Lange ist es her, seit ich den ersten Post hier veröffentlicht habe und ich muss sagen: Ich war einfach in einem Nährausch. Stoffe, Nadeln, Garne, Schnittmuster, Zeitungen, Tutorials- ahhhhhh- so viele Dinge, die es gibt. Ich versank einfach in dem ganzen Nähuniversum und saß fast jeden Tag bis 2 Uhr morgens an der Nähmaschine. Selbst im Bett schaute ich mir dann noch Tutorials per  Telefon an ;) Dank Ina erlebte ich spannende Anleitungen und bekam ganz tolle Ideen. Mit diesen Anleitungen entstehen wirklich ganz wunderbare Sachen.
So auch die folgenden Täschchen.




Der weiße Stoff war mal eine Gardine meiner Oma, die ich gekürzt habe. Die Streifen boten sich geradezu an. Das Schnittmuster und die Anleitung für die  Kosmetiktasche "Susie" habe ich auf ihrer Seite gefunden und ich fand sie sofort klasse, weil sie so wunderbar abzuwandeln ist. Der eigenen Kreativität werden hier keine Grenzen gesetzt, außerdem ist die Tasche super geeignet, um verschiedenen Nähechniken ( Kellerfalten, Absteppen, Reißverschluss usw. ) zu erlernen.

Auch die Wendemützen haben es mir sofort angetan. Hier die Herzchenmütze als Erstlinsmützenwerk und die Fliegerkappe mit eigenen gesetzten Akzenten:




 Ich stehe auf diese Zipfelchen und hatte leider noch keine Webbänder hier. Dann hab ich einfach schnell kleine abgesteppte Schläuche genäht und sie oben eingefügt. Die kleinen Dreiecke bei der Flugzeugmütze habe ich aus den Dreieckresten vom Schnitt gemacht.

Also schaut mal bei Ina vorbei und entdeckt die wunderbare Welt des Nähens. Sie gibt einen super Einblick, sodass man selbst als Anfänger mit ein wenig Geschick tolle Dinge zaubern kann. und das motiviert dann ungemein sich selbst weiter zu entwickeln. Also Danke Ina!!!
 

Eine Kuscheldecke für Sternchen

Eine Decke für die Kleinen war das erste größere Projekt. Es war gut, um sich mit dem Umgang der Nähmaschine und den Stoffen ein wenig anzufreunden.


Den Baumwollstoff habe ich bei Buttinette gefunden und habe mich in das Mintgrün mit den weißen Pünktchen und das Grau sofort verliebt.



Die Rückseite habe ich mit grauem Vlies gemacht und mit Bügelvlies die Applikationen angebracht. Relativ einfache Sache. Ich war vom Adrenalin erfüllt, als ich den Stern aufgebracht hatte. ;) So schnell und einfach ein so enormer Effekt.



Damit das ganze an Volumen gewinnt habe ich zwischen die Lagen Volumenvlies genäht. Am liebesten hätte ich in der Mitte noch ein Rechteck abgesteppt, damit, die Decke noch kuscheliger wirkt, allerdings wäre die Absteppung sich dann mit der Applikation in die Quere gekommen. Naja -  das nächste Mal.^^

Alles in allem, kann ich das Nähen von Patchworkdecken nur empfehlen.Wichtig ist nur die Ecken der Quadrate beim Zusammennähen genau aufeinander zu legen, damit sich das Ganze nachher nicht überschneidet und einen sauberen Übergang bildet.

Montag, 23. September 2013

Meine erstes Mal...

Am 21. September 2013 war es soweit, ich bekam meine allererste Nähmaschine vor die Haustür gesetzt. Ich war so aufgeregt, dass ich es kaum erwarten konnte, mir endlich einmal dieses Wunder der Technik genauer anzusehen. Ich riss den braunen Karton des renomierten Onlinekaufhauses auf und da war sie - meine W6! Nur leider kam ich erst Abends dazu mir das gute Stück anzusehen. Den ganzen Tag kreisten diverse Ideen in meinem Kopf herum. Um 22.46 Uhr kam ich dazu, mein erstes Projekt in Angriff zu nehmen. Eine Handytasche mit Ausziehhilfe. Ich finde es nämlich doof, dass alle Taschen nicht mehr passen, sobald man noch einen Bumper oder ähnlichen Schutz um das Gerät macht, also: selber nähen. Filztaschen in Kombination mit normalem Stoff finde ich sehr schön, also habe ich ein kaputtes Kleid geschnappt und mir ein wenig Stoff davon gemopst. Während des Nähens kamen immer wieder neue Ideen und  Tadaaaaa...hier ist das Ergebnis.




  Nächsten Tag musste ich mich dann gleich an ein Patchworkkissen machen. Ich hatte als größeres erstes Projekt eine Babypatchworkdecke für meinen Kleinen angedacht, aber die Lieferung des Stoffes braucht soooooolange. Also Improviesiern. Ich habe aus den Stoffteilen die es vor 2 Wochen bei Tschibo gab und alten Kissenhüllen eine neue genäht. Besonders viel BAmel hatte ich vor dem Reißverschluss, aber dann fand ich eine tolle Anleitung von DaWanda auf You Tube, damit klappte es super! Ich liebe diese Kissen und werde für unsere neue Couch noch einige in dieser Art nähen.




Ich freue mich über viele neue Anregungen und über neue Kontakte, die mir als Näheinsteigerin ein wenig helfen können und mich zu einem kleinen Profi machen ;)